Neue Brauereien

Per April 2015 hat KGBier die Brauereisuche erneut überarbeitet.
Anhand der Neulistungen in unserer Brauereidatenbank hat wieder mal die Kategorie der Kleinbrauereien die Nase vorne – von neun Brauereien, die wir hier neu listen, sind sechs Kleinbrauereien.
Verschiedene der Kleinbrauereien haben inzwischen auch internationale Biere im Sortiment (Braukraft, Biber Brauerei und Corbeker). Die Biermanufaktur Dangel in Nordrhein-Westfalen konzentriert sich auf nur ein Bier.
Hier die neuen Einträge: Hausbrauerei Ostel GbR, Landgasthof Löwen, Kalvarienbergbräu Poxau, Braukraft, „Zum Rittmeister“ Hotel und Gastronomie GmbH, Biber Brauerei, Biermanufaktur Dangel, Ratskeller Naumburg und Corbek-Brauerei.

Dry-hopped wines.

In Zusammenarbeit mit dem Weingut Schenk-Siebert in Grünstadt hat Sebastian Sauer (Freigeist, Braustelle Köln) “dry-hopped wines” entwickelt.

Seit 2012 wurde experimentiert, jetzt werden sie als “Freigeist Dry-Hopped Red, White, and Rosé wines” angeboten, aber nur in den USA vom Bierimporteur Shelton Brothers.

Hopfengestopft wurden die Weine mit der Hopfensorte Citra. Der Rotwein ist ein Wein der Rebsorte Dornfelder, der Weißwein ein Müller-Thurgau, der Rosé ein Portugieser.

Permanenter Link   Eingestellt von Gerhard Schoolmann @ 17:20

Article source: http://bier.abseits.de/2015/04/dry-hopped-wines.html

Wieviel darf ein Craft-Bier in der Gastronomie kosten?

Am Beispiel des belgischen Trappistenbiers “Rochefort Trappistes 8″ in der 0,33 l-Flasche möchte ich mögliche Verkaufspreise in der Gastronomie, die sich aus alternativen Kalkulatationsverfahren ergeben, beschreiben.

Dieses Bier können deutsche Gastronomen online beziehen, also auch, wenn kein stationärer Getränefachgroßhändler in der Umgebung es gelistet hat oder wenn man es nicht selbst in Belgien, wo es sehr günstig in vielen Märkten rumsteht, beschaffen kann oder mag. Z.B. kostet eine Flasche dieses Bieres z.B. bei Bierpost.com 1,99 € incl. Mehrwertsteuer. Bestellt man 29 bis 30 kg Bier, ist der Versand kostenlos. Der Preis für Wiederverkäufer liegt etwas darunter, doch ich

Article source: http://bier.abseits.de/2015/04/wieviel-darf-ein-craft-bier-in-der.html

Beck’s Recrafted

Nachdem es vor einigen Wochen bereits Pressemeldungen gab, die die Gerüchte um ein Craftbier-Segment bei Beck’s nun endlich bestätigten, kann man in dem einen oder anderen Hamburger EDEKA inzwischen fündig werden: Angeboten in einem kühlgrauen Display finden sich Viererpacks und Einzelflaschen zu 2,99 und 0,99 Euro, respektive. Das Sortiment besteht aus zeitgemäßem Pale Ale und Amber Lager, sowie  einem sog. 1873 Pils, in Erinnerung an das Gründungsjahr der Brauerei.

Zu den Etiketten: Obwohl die Information speziell auf dem Rückenetikett eher knapp wirkt, ist der Informationsgehalt schon fast ein kleiner Quantensprung für eine solche große Brauerei. Ganz abseits des üblichen Marketing-Jargons findet sich hier schon mal eine Einstufung des Hopfenaromas, sowie eine Referenz einer vermeintlichen Hopfenaromatik (hier in Form einer Hopfensorte, wie z.B. Cascade oder Tradition). Die Angabe einer Stammwürze scheint hier neben dem Alkoholgehalt für viele Verbraucher allerdings eher überflüssig.

Das Sortiment: Fokus der Sorten in diesem Craftbier-Segment ist vorallendingen der gehobene Alkoholgehalt. Das Pale Ale hat beachtliche 6,3%, das 1873 Pils schier unglaubliche 6.0%. Das ist für die Rechtsabteilung der Brauerei wohl so viel, das sie das Bier als “Pils-Spezialität” kategorisiert hat.

Die am 27.3.2015 gekauften Flaschen haben vom MHD her eine Restlaufzeit bis September, bzw. Oktober, was darauf hindeutet, dass Beck’s hier eine schnelle Drehzahl im Handel wünscht. Der Preis von 2,99 Euro für ein Viererpack, entspricht einem Liter-Preis von 2,25 Euro, was eher zu einem Standard-Preis für Bier tendiert und nicht zu einem Spezialitäten-Segment. Beck’s scheint es auch deswegen wohl eher auf Menge abzuzielen.

Die Verkostung: verkostet wurden das Pale Ale, sowie das 1873 Pils. Wie üblich an dieser Stelle, erfolgte auch eine Verkostung in Zusammenhang mit einem Essen. Zur Pils-Spezialität: Der Geruch war durchaus typisch für ein Pilsner, eine merklich herbe Note, aber kein markantes Hopfenaroma. Die Farbe, entsprechend des Einsatzes von Pilsner-Malz, wie erwartet, recht hell. Geschmacklich zeigte sich durchaus die Kraft der sehr unüblichen 6,0%, es zeigte sich sogar ein ganz kurze Bock-Note, also eine übliche Malzsüße bei einem höheren Alkoholgehalt, die aber umgehend durch eine solide Bittere wieder kompensiert wurde. Insgesamt ist das Bier gut ausgewogen. Wirklich trocken, also adstringierend, ist dieses, wie auch viele andere Biere nicht, deshalb hier auch etwas Speichel im Mund verbleibend. Das Pale Ale hingegen hat eine markante Blumigkeit im Geruch gezeigt, wohl kam etwas besser aufgelöstes Malz zum Einsatz, deshalb hier auch eine etwas dunklere Farbe – so weit, so stimmig. Geschmacklich ist wenig zu dem Pale Ale allerdings zu berichten, die Blumigkeit ist geschmacklich leider nicht gut ausgeprägt.

Als Essens-Begleiter gab es das in den Hamburger Alternativ-Vierteln gut bekannte Kumpir, eine Backed Potatoe mit verschiedenen Auflagen/Füllungen, in diesem Fall mit gezupftem Huhn, Aubergine, russischem Salat und Oliven. Beide Biere erwiesen sich nicht wirklich als ideale Begleiter. Das Pils z.B. zeigte eine kräftigere Bittere. Den gleichen Eindruck hinterließ auch das Pale Ale. Beim Pale Ale kam etwas ganz Seltenes vor: das Bier führte zu einer gesteigerten Schärfe.

Beim Bier ist die Erwartungshaltung in Kombination mit Essen ja nicht so streng, wie mit Wein, allerdings sollte die Mindestanforderung schon erfüllt werden: Neutralisierung des Gaumens, bzw. Erfrischung. Dass Kriterium erfordert maßgeblich eine solide Rezenz. Hier war der CO2-Gehalt beider Biere gerade an einem Minimum.

Bierfestivals

Wer bisher die diesjährigen Bierfestivals, wie z.B. Braukunst LIVE in München oder die Craft Beer Days in Norderstedt bei Hamburg verpasst hat, kommt in den nächsten Monaten voll auf seine Kosten. Auf jeden Fall interessant ist der von Regionalbrauern selbst organisierte Kleinbrauermarkt in Ulm. Auch brauereiorganisiert ist das Festival der Bierkulturen in Köln (durch die Braustelle in Köln-Ehrenfeld) Ende Mai. Im Mai finden zudem auch Craft Beer Festivitäten in Berlin, sowie in Wien statt. Das KGBier-mitorganisierte Festival “Bier aus dem Norden” findet am So, den 28.6.2015 statt. Bitte achtet auf den KGBier-Kalender für viele weitere Veranstaltungen.