Beste deutsche Brauerei 2016: Gänstaller-Bräu in Schnaid.

Gerade eben wurde der Gänstaller-Bräu in Schnaid von RateBeer der Titel Beste deutsche Brauerei des Jahres 2016 verliehen.

Herzlichen Glückwunsch an Andreas Gänstaller.

Glückwunsch auch an die Gipsy-Brauer von Yankee & Kraut, die als beste, neue Brauerei in Bayern des Jahres 2016 ausgezeichnet worden sind. Von ihnen schenken wir im Café Abseits zur Zeit das Gemeinschaftsbier “Raven / Yankee & Kraut Double Cream Black IPA” aus, das in Pilsen zusammen mit der Brauerei Raven gebraut worden ist.

Article source: http://bier.abseits.de/2017/01/beste-deutsche-brauerei-2016-ganstaller.html

Pivovar Zubr a.s.PřerovCZE

der Schornstein mit seinem typischen Helm

Mit gemischten Gefühlen (nette Atmosphäre, leckeres Essen, aber wenig überzeugendes Bier) verlassen wir die Minipivovar Jižan und machen uns auf den Weg nachhause. Während wir langsam durch Přerov rollen, sehe ich aus dem Augenwinkel einen Schornstein mit einem für Brauereien typischen Helm.

Ja, richtig, hier in Přerov gibt es ja auch noch eine kleine Industriebrauerei, die Pivovar Zubr a.s., schießt es mir durch den Kopf.

Wir drehen also noch eine kleine Schleife und halten kurz vor dem Tor der Brauerei.

Viel zu sehen gibt es nicht. Große Mauern umgeben das Grundstück, das Tor ist fest verschlossen, man sieht nur abweisende Mauern. Lediglich der Schornstein mit seinem sich langsam im Wind drehenden Helm weist auf die Brauerei hin.

Neben dem Tor finden wir eine kleine Informationstafel in vier Sprachen (Tschechisch, Englisch, Polnisch und Deutsch), die uns auf die Geschichte des Brauereiwesens in Přerov hinweist. Seit 1872 gibt es die Brauerei schon, zunächst als Erste mährische Aktienbrauerei mit Mälzerei in Přerov, mittlerweile eher unter ihrem Markennamen Zubr (Auerochse) bekannt.

Brauereigeschichte seit 1872

Das Produktportfolio ist nicht sehr groß und tendenziell eher eintönig. Bei grundsätzlich sehr solider Qualität, wovon eine Reihe Auszeichnungen zeugen, spezialisiert man sich auf helle Lagerbiere. Vom hellen und leichten Classic über das nur wenig stärkere Gold und etwas vollmundigere Grand bis zum Standard-Lager Premium reicht das Angebot, abgerundet wird es durch das bernsteinfarbene und deutlich kräftigere Maxxim, das mit 14° Stammwürze und 6,5% Alkohol nach oben heraussticht. Klassische Trinkbiere für den täglichen Konsum. Nichts Aufregendes oder Spannendes. Solider Alltag.

Beim Losfahren sehen wir noch, dass es ein Brauereirestaurant gibt, ein paar Meter links von der Haupteinfahrt. Spannender werden die Biere davon nicht, aber dennoch: Wenn wir einmal wieder in Přerov sind, werden wir hier einmal einkehren und uns doch ein wenig näher mit den Zubr-Bieren befassen.

Die Pivovar Zubr a.s. bietet für Gruppen von 10 bis 25 Personen Führungen nach Absprache an; darüber hinaus gibt es keine festen Öffungszeiten. Das Brauereirestaurant Restaurace Pivovar ist täglich von 10:00 bis 23:00 Uhr geöffnet; sonnabends und sonntags erst ab 11:00 Uhr. Kein Ruhetag. Brauerei und Restaurant sind etwa fünf Minuten zu Fuß vom Bahnhof Přerov entfernt.

Bilder

Pivovar Zubr a.s.
Komenského 35
751 51 Přerov
Tschechien

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Minipivovar JižanPřerovCZE

Jižní čtvrť III/11 – was wie ein hundertprozentig sicheres Passwort für Computernerds aussieht, ist in Wirklichkeit eine Adressangabe. Fluchend tippe ich Buchstabe für Buchstabe einzeln in das Navi ein.

Ich mag mein derzeitiges Gastland wirklich sehr. Seine Menschen, seine Landschaft, seine Küche und vor allem seine Brauereien. Aber nicht seine Sprache. Ganze Worte, ja, im konstruierten Fall sogar ganze Sätze ohne jeden Vokal. Und die Konsonanten dann auch noch mit diakritischen Zeiten traktiert.

Jižní čtvrť, das Südviertel. Was es heißt, das weiß ich. Wie man es schreibt, das kann ich mir Buchstabe für Buchstabe erarbeiten. Wie man es ausspricht, werde ich wohl nie lernen. Die Zahl 4 ist mir nicht geheuer. Vier = čtyři, Viertel = čtvrť, der vierte Tag der Woche = čtvrtek, der Vierer = čtyřka. Beim Versuch, auch nur die Hälfte dieser Wörter korrekt auszusprechen, sabbere ich die Windschutzscheibe von innen voll und ernte missbilligende Blicke meiner holden Ehefrau.

Tja, es ist mittlerweile bereits so weit, dass ich keine Termine mehr an Donnerstagen (ve čtvrtek) mehr annehme, und dass ich sogar an Tankstellen die Säulen 4 (čtyři) und 14 (čtrnáct) und Beträge, die auf 40 (čtyřicet) Kronen enden, geradezu zwanghaft vermeide, um an der Kasse nicht in Schwierigkeiten zu kommen. Ja, selbst mit dem Finger (prst) auf etwas zu zeigen, beispielsweise auf einen Weihnachtsbaum (smrk), ist ja schon unmöglich.

Wie gut, dass wenigstens das Wort Bier, pivo, einfach und leicht auszusprechen ist. Solange ich derer nur drei oder fünf bestelle. Aber nicht vier.

Südviertel, also. Und zwar das Südviertel der Stadt Přerov. Wir sind mittlerweile dort angekommen, das Sinnieren über die Konsonanten in der tschechischen Sprache hat mich von der Fahrt abgelenkt – wir biegen auf den Parkplatz vor das Hotel Na Jižní, „Im Süden“. Seit dem 12. Mai 2016 hat es hier im Bierkeller eine kleine Brauerei, die Minipivovar Jižan, und es ist höchste Zeit, dass wir sie einmal im Rahmen eines kleinen Ausflugs erkunden.

das Restaurant

Bitterkalt ist es, und wir huschen rasch in das Hotel, tasten uns mit dick beschlagenen Brillengläsern in das Restaurant vor. Eine gemütliche Einrichtung wartet auf uns. Eine alte Ritterrüstung in der Ecke, an den Wänden alte Schilde, Helme und Waffen. Alles ist sorgfältig durchnummeriert und beschriftet, fast kommen wir uns vor wie in einem Museum.

Wir suchen uns einen schönen Platz an der Heizung, und blitzschnell sausen zwei junge Kellnerinnen auf uns zu, kommen aus verschiedenen Richtungen angeflitzt, und leise kichernd koordinieren sie sich, wer uns denn jetzt bedienen darf oder soll.

die Bierkarte

Wir blättern durch die Speisekarte, finden aber keine Hinweise auf die angebotenen Biere. Lachend deutet das Mädel auf den Halter für die Bierdeckel. Ein kleiner, per Hand ausgeschnittener Aufkleber listet die hier erhältlichen Biere auf. Eine etwas ungewöhnliche Bierkarte. Fünf Sorten werden angeboten (zum Glück nicht vier…), und alle beginnen mit „G“: Garant 11°, Gróf 12°, Gurmán 11°, Guvernér 12° und Grál 14°.

Wir bestellen uns ein Gróf und ein Guvernér, ein helles Zwölfer also und ein halbdunkles Zwölfer. Dazu leckeres und deftiges Essen, wie halt in Tschechien üblich. Es ist nicht das richtige Land für Diäten, gesunde Kost oder für Vegetarier…

Essen und Bier werden recht rasch serviert, und wir sind hin- und hergerissen. Einerseits das Essen. Große Portionen und gute Qualität. Wirklich lecker. Könnte vielleicht noch einen Hauch ansprechender angerichtet werden, das Auge isst schließlich mit, aber ansonsten ohne Fehl und Tadel. Und das Ganze zu einem fairen Preis. Hier sind wir sehr zufrieden.

Das genaue Gegenteil leider: Das Bier. Optisch ansprechend, mit einer schönen und stabilen Schaumkrone gezapft, wie es einem Graf (Gróf) und einem Gouverneur (Guvernér) zusteht, aber geschmacklich nicht überzeugend. Eine dumpfe Grundnote begleitet beide Biere – so, als ob der Brauer uraltes oder etwas feucht-muffig gelagertes Malz genommen hätte. Ein bisschen erinnert dieses Aroma an einen alten Schrank, der schon seit Jahren auf dem Dachboden steht. Wir sind enttäuscht.

das Sudwerk

Mit gemischten Gefühlen verlassen wir das Restaurant und gehen noch für einen kurzen Moment in den Nebenflügel, in die Pivnice, in der die Brauerei steht. Hier ist der Raucherbereich der Minipivovar Jižan, insofern halten wir uns in der dicken, nikotingeschwängerten Luft nicht länger auf als nötig. Schön sieht sie aus, die kupferne Anlage auf ihrem kleinen Ziegelmäuerchen. Blitzblank geputzt, im Licht der kleinen LED-Scheinwerfer schön glänzend. Viel sieht man nicht von der Technik, die beiden Pfannen stehen zu dicht beieinander, und alles Technische ist dahinter verborgen. Merkwürdig, dass hier auf einer so netten Anlage so mäßige Biere gebraut werden.

Für einen Moment überlege ich, ob ich mir von den anderen drei Sorten, die ich hier nicht verkostet habe, noch je eine PET-Flasche mitnehme soll, aber angesichts der Erfahrungen mit den ersten beiden Sorten und angesichts des eigentlich gut gefüllten Bierkühlschranks daheim verzichte ich lieber. Vielleicht ergibt sich irgendwann einmal wieder die Möglichkeit, hier vorbeizukommen und zu überprüfen, ob das Bier wirklich dauerhaft so unbefriedigend schmeckt, oder ob wir einfach nur eine ungünstige Phase erwischt haben.

Die Gastronomie im Hotel Na Jižní ist täglich von 08:00 bis 23:00 Uhr geöffnet; sonnabends und sonntags ab 11:00 Uhr. Kein Ruhetag. Die Pivnice, in der auch das Sudwerk der Minipivovar Jižan steht, ist als Raucherbar täglich von 10:00 bis 22:00 Uhr geöffnet, ebenfalls ohne Ruhetag. Zu erreichen sind Hotel und Brauerei bequem mit dem Auto, es gibt einen gebührenfreien Parkplatz hinter dem Haus. Alternativ bietet sich die Bahn an – bis zum Bahnhof von Přerov sind es etwa 600 m Fußweg, weniger als zehn Minuten.

Bilder

Minipivovar Jižan
Jižní čtvrť III/11
750 02 Přerov
Tschechien

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Rodinný Pivovar JadrníčekNáměšť na HanéCZE

Moravia, unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2017. Dies sind die Abenteuer des Bierbloggers vom Brunnenbräu, der mit seiner holden Ehefrau seit 20 Jahren unterwegs ist, um fremde Brauereien zu erforschen, neue Biere und neue Aromen. Viele Kilometer von der Heimat entfernt dringt er in Brauereien vor, die kaum ein Mensch zuvor gesehen hat.

die Brauerei

Computerlogbuch des Brunnenbräu, Erdzeit 29. Januar 2017, der Chief Beer Officer:

„Die im Internet vorgefundenen Daten scheinen fehlerhaft zu sein. Entgegen den Angaben unseres Navigators ist der Ausschank der Rodinný Pivovar Jadrníček an Sonntagen nicht geöffnet. Wir stehen vor verschlossenen Türen. Wir dokumentieren für die Daheimgebliebenen die Existenz dieser Brauerei, werden aber heute keinen Kontakt zu den Einheimischen aufnehmen können. Das weitere Erforschen dieser noch weitgehend unbekannten Brauerei wird einer künftigen Expedition vorbehalten bleiben. Ich habe den Ersten Offizier angewiesen, die bisher bekannten Daten zur Brauerei im Computer zu speichern und für zukünftige Generationen abrufbar zu halten. – Ende des Eintrags.“

die angeblichen Öffnungszeiten

Die im Jahr 2014 gegründete Rodinný Pivovar Jadrníček in der Mitte des Orts verfügt über einen kleinen Ausschank, der nach eigenen Angaben täglich ab 14:00 Uhr geöffnet ist – sonnabends und sonntags bereits ab 11:00 Uhr. Ein Aushang am Tor informiert jedoch, dass sonntags geschlossen ist. Zu erreichen ist sie mit dem Auto (Parkmöglichkeiten entlang der Straße) oder mit der Bahn (der Bahnhof ist etwa 300 m entfernt).

Bilder

Rodinný Pivovar Jadrníček
Komenského 318
783 44 Náměšť na Hané
Tschechien

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Pivovar Velké Popovice „Kozel“Velké PopoviceCZE

„… und jetzt werden wir zu einem japanischen Konzern gehören. Ob und wie es mit uns weiter geht, das ist ungewiss!“ Die Dame, die uns fast anderthalb Stunden lang fachkundig durch die Brauerei und das Museum geführt hat, gut bedauernd, und es sieht aus, als befürchte sie das Schlimmste.

Die 1874 von Franz Ringhoffer eröffnete Pivovar Velké Popovice, Brauerei Großpopovitz, besser bekannt unter ihrem Markennamen Kozel, wuchs relativ rasch, überlebte zwei Weltkriege und den Sozialismus. 1992 wurde sie in eine Aktiengesellschaft umgewandelt, später dann mit den Brauereien Radegast und Pilsener Urquell fusioniert. Seit 2002 gehören die fusionierten Brauereien zu South African Breweries (SAB), die wiederum mit Miller zu SABMiller fusionierten. In 2016 betrieb der Weltmarktführer ABInBev die Übernahme von SABMiller, wollte sich aber auf Druck der Kartellbehörden im Zuge der Übernahme vom SABMiller-Europageschäft trennen – eine Gelegenheit, die der japanische Bierkonzern Asahi ergriff. Hundertvierzig Jahre tschechischer Brautradition kommen nun also in japanische Hand. Kein Wunder, dass sich das Personal hier vor Ort als Spielball im Ringen um Marktanteile fühlt.

Doch genug der Investmentspielchen, zurück zum hier und heute:

das Eingangstor zur Brauerei

Wir stehen im Besucherzentrum der Brauerei Kozel. Ein kleiner Souvenirshop mit Gläsern, Krügen und sonstigen Andenken, gerne auch eine komplette Ausstattung mit Lederschürze, Hose, Schlappen und Mütze. Was immer der Markenfanatiker sich wünschen mag. Ein kurzer Blick nur, der Gedanke an die übervollen Regale daheim und an den nächsten Umzug, und tapfer passieren wir die Kasse, ohne etwas zu kaufen außer der Karte für die anschließende Brauereiführung.

Und da geht es auch schon los. Pani Edita nimmt unsere kleine Gruppe unter ihre Fittiche und führt uns zunächst ins alte Sudhaus, das die Ausstellung der Geschichte der Brauerei beherbergt. Beginnend mit dem Kupferschmied Ringhoffer, der die Idee zur Brauereigründung hatte, über die ersten Erfolge, die Fährnisse in den beiden Weltkriegen und die stetige Modernisierung. Selbst die Zeit, in der der Schriftzug am Eingang der Brauerei in sozialistischem Rot leuchtete und vom fünfzackigen Sowjetstern gekrönt war, hat die Brauerei gut überstanden.

Ein uralter Kupferbottich und ein nicht ganz so alter, aber dennoch schon veralteter Stahlbottich stehen hier im alten Sudhaus einträchtig nebeneinander, legen Zeugnis davon ab, wie schnell sich die Brauereitechnik weiterentwickelt. Das neue Sudhaus steht nur wenige Meter weiter, und auch wenn es auf den ersten Blick altmodisch wirkt – unter den Kupferhauben verbirgt sich moderne und effiziente Technik.

das Sudhaus – moderner, als es aussieht

Ohne jede nostalgische Verblendung: Die gewaltigen zylindrokonischen Gärtanks. Wie eine Raketenbatterie stehen sie in der riesigen Halle, zum Abschuss bereit. Keine Brauereiromantik mehr, nur Effizienz und Edelstahl. Im Keller unter der Halle noch ein paar Reminiszenzen an früher. Eine alte Fassfüllanlage, und daneben eine schön gearbeitete Theke, die von einem Geißbock, einem Kozel, geziert wird. Wir bekommen die Gelegenheit, die Kozelbiere zu verkosten – und wie es bei Brauereibesichtigungen immer so ist: Das perfekt gepflegte Bier, direkt aus dem Tank und unmittelbar nach der Fassabfüllung, schmeckt am besten, und so überzeugen sowohl das Dunkel, das Černý 13°, als auch das Obergärige, das Ale 11°, rundum. Leicht röstig und mit einer angenehmen Restsüße das Dunkle, und fruchtig-komplex, fast schon belgisch wirkend, das Ale.

Ein kurzer Blick in die Abfüllerei darf natürlich nicht fehlen, wenn sie auch heute, an einem Sonntag, nicht in Betrieb ist und daher nur halb so beeindruckend wirkt wie erwartet.

Bevor es schließlich wieder in Richtung Ausgang geht, müssen wir noch den Ziegenbock Olda besuchen. Der Bock, das Symbol der Brauerei von Anfang an, ist seit vielen Jahren auch das lebende Maskottchen. Mittlerweile ist es schon der siebte Ziegenbock, der hier in seinem kleinen Stall lebt – wie alle seine Vorgänger heißt er Olda, benannt nach dem Pfleger Oldřich Lenc, der für den allerersten Ziegenbock verantwortlich war.

Nachdem alle Besucher ihn haben kraulen dürfen (und nun entsprechend stinkende Finger haben…), stehen wir wieder im Besucherzentrum und lauschen den niedergeschlagenen Worten Editas über die ungewisse Zukunft der Brauerei. Interessant war es, und ein großes Lob an Edita, die die Führung nicht nur routiniert abspulte, sondern mit Herz und Begeisterung dabei war und auf wirklich alle Fragen eine Antwort geben konnte.

die alte Fassfüllerei

Was liegt näher, als die Brauereibesichtigung nun mit einem guten Essen und einem letzten Bier im Brauereirestaurant Velkopopovická Kozlovna abzuschließen?

Aber ach, was für eine Enttäuschung. Zwar ist es gemütlich eingerichtet und auf den ersten Blick sehr einladend, aber wie soll man sich hier wohl fühlen, wenn alle Kellner und Kellnerinnen, das gesamte Personal missmutig herumläuft, die Gäste kurz angebunden und muffelig bedient, und wenn dann auch noch eines der beiden bestellten Essen wenig appetitlich auf den Teller geknallt wird und die – für hiesige Verhältnisse durchaus teure – Portion nicht reicht, um satt zu werden? Nein, das ist kein schöner Abschluss für einen ansonsten sehr angenehmen Brauereibesuch. Das haben wir an anderer Stelle schon viel besser, gastfreundlicher und schmackhafter erlebt. Und der Gipfel ist, dass das angebotene und kräftig beworbene Sonderbier Rubinový Ležák gar nicht aus der eigenen Kozel-Brauerei kommt, sondern aus der Gambrinus-Brauerei. Zwar aus dem gleichen Brauereiverbund, aber dennoch: Im brauereieigenen Restaurant hätten wir ein wenig mehr Stolz auf die eigenen Produkte erwartet. Nicht schön!

Das Besucherzentrum mit Souvenirverkauf der Pivovar Velké Popovice ist täglich von 10:00 bis 16:00 Uhr, im Sommer bis 18:00 Uhr, geöffnet. Führungen finden im Winter (Oktober bis März) sonnabends und sonntags um 13:00 Uhr statt, im Sommer (April bis September) täglich um 13:00 und um 15:00 Uhr. Das direkt am Brauereieingang gelegene Brauereirestaurant Velkopopovická Kozlovna ist täglich ab 10:30 Uhr durchgehend geöffnet; kein Ruhetag. Zu erreichen ist die Brauerei am besten mit dem Auto, es sind zehn Minuten von der Autobahn D1. Parkplätze gibt es gebührenfrei direkt am Eingang. Alternativ bieten sich die Buslinien 363 und 461 an.

Bilder

Pivovar Velké Popovice „Kozel“
Ringhofferova 1
251 69 Velké Popovice
Tschechien

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