Reinheitsgebot: Zu viel Industrie, zu wenig Kultur.

Am 2. Dezember 2013 hat der Deutsche Brauer-Bund e.V. mit großem PR-Tamtam angekündigt, das Reinheitsgebot solle Weltkulturerbe werden (siehe dazu: “Reinheitsgebot für Bier soll Weltkulturerbe werden”).

Dr. Hans-Georg Eils, Präsident des Deutschen Brauer-Bundes, und Friedrich Düll, Präsident des Bayerischen Brauerbundes, verkündigten euphorisch:

“Wenn Deutschland bis heute unangefochten als Biernation gilt, dann ist dies dem Reinheitsgebot zu verdanken. Es garantiert Reinheit, Qualität und Bekömmlichkeit der nach dieser Vorgabe hergestellten Biere. Über Jahrhunderte wurde diese traditionelle Handwerkstechnik fortentwickelt und von Generation zu Generation weitergegeben. Ungeachtet ihrer jahrhundertealten Tradition steht die Bierbereitung nach dem Reinheitsgebot bis heute für größtmögliche Transparenz

Article source: http://bier.abseits.de/2015/02/reinheitsgebot-zu-viel-industrie-zu.html

Wasserburg zu Gommern GmbH und Co. KG, Gommern, DEU

Miniatur

Deutschland, Du Land der Burgen und Schlösser. Wo immer der Wanderer auch durch Deine Gauen streift, stets wartest Du mit steinernen Zeitzeugen der Fährnisse vergangener Jahrhunderte auf, grüßt ihn mit altehrwürdigen Mauern…

So und ähnlich liest man es bei den Heimatdichtern. Den einen schüttelt es bei diesen schwulstigen Berichten, den anderen packt die Begeisterung, und er macht sich auf die Suche nach den Spuren der Vergangenheit.

In der Wasserburg zu Gommern braucht man diese Spuren nicht lange zu suchen. Über 1000 Jahre ist es her, dass Gommern 948 unter der Bezeichnung Civitas Guntmiri erstmalig urkundlich erwähnt wurde.

Die Brauerei, die sich in der Wasserburg befindet, ist allerdings nicht so alt, und kann auch nicht mit so spannenden Episoden ihrer Geschichte wie die Burg aufwarten. Weder hat sie Otto I. noch die Herzöge von Sachsen oder die Herrscher von Preußen gesehen. Sie erlebte nicht die hundert Jahre, in denen die Burg als Gefängnis diente, und auch von den Jahrzehnten, in denen die Burg als Sozialheim und Wohnheim diente, kann sie nicht berichten. Nicht einmal die politische Wende 1989 / 1990 hat sie miterlebt.

Danach hat es aber nicht mehr lange bis zur Gründung der Brauerei gedauert. Bereits kurz nach der Privatisierung der Wasserburg wurde 1993 hier ein Sudwerk errichtet.

Vollständiger Artikel:
http://blog.brunnenbraeu.eu/?p=494

Flessa-Bräu, Berlin, DEU

Miniatur

Die Berliner Hinterhöfe – ein Thema für sich. Nicht nur zu Zilles Zeiten, sondern bis heute bergen sie eine eigene Kiezkultur, und wer durch die Tore der Haupthäuser in der ersten Reihe hindurch geht, findet sich häufig in einer ganz eigenen Welt wieder.

In einem solchen Hinterhof hat sich Christoph Flessa seine eigene Brauerei aufgebaut. Nur ein kleines Schild an der Petersburger Straße weist auf das Flessa-Bräu hin. Zwei große Holztüren und die dunkle Hofeinfahrt müssen durchschritten werden, dann an der einschüchternd wirkenden, dicken Stahltür klingeln, und mit etwas Glück ist der Brauer da. Zwischen 09:00 Uhr morgens und 16:00 Uhr nachmittags während der Woche eigentlich immer, und auch sonst recht oft – 80-Stunden-Wochen sind für Christoph leider keine Seltenheit.

Auf Geräten vom Typ Speidel Braumeister braut er hier. Zunächst eine Weile lang auf drei kleinen, 50-l-Geräten parallel. Eine Heidenarbeit, wenig effizient, aber mit leckerem Bier. Der Erfolg stellte sich rasch ein, die Biere waren beliebt und gingen nicht nur im Hofverkauf weg wie nix, sondern auch in Flaschen und Fässern in der Kiez-Gastronomie.

Vollständiger Artikel:
http://blog.brunnenbraeu.eu/?p=462

Bier-Bar Herman, Berlin, DEU

Miniatur

Belgische Biercafés sind üblicherweise rustikal, urig, mit viel Holz, warmem Lampenschein, eng, gemütlich, und sie punkten mit einer gewaltigen Bierauswahl, die teilweise weit über 100 verschiedene Biersorten betragen kann. Zu jedem dieser Biere wird das passende Glas gereicht, und die Getränkekarte hat den Umfang des Telefonbuchs einer mittleren Kleinstadt.

Die Bierauswahl ist aber nicht nur quantitativ gewaltig, sondern auch qualitativ – die einzelnen Biere sind individuell, unterscheiden sich stark voneinander, und auch eine Verkostung von zehn oder mehr Bieren bleibt ungeheuer abwechslungsreich bis zum letzten Schluck.

Kann ein vergleichbares Konzept in Berlin funktionieren? Und vor allem, kann es das, wenn es auch die urige Gemütlichkeit eines klassischen belgischen Biercafés zugunsten einer trendigen Minimalatmosphäre verzichtet?

Offensichtlich ja, die Bier-Bar Herman beweist es seit Anfang 2013.

Vollständiger Artikel:
http://blog.brunnenbraeu.eu/?p=489