Exklusivreise nach Mallorca.

Die Frühjahrsexkursion des Fränkischen Brauereimuseums e.V. in Bamberg geht in diesem Jahr vom 23. bis 29. April 2016 nach Mallorca. Auch Nichtmitglieder die sich für Bier-Genuss-Kult(o)ur und Spezialitäten der Lieblingsinsel der Deutschen interessieren, können teilnehmen.

Seit 37 Jahren organisiert Johannes Schulter, 1. Vorsitzender des Vereins Fränkisches Brauereimuseums in Bamberg, jeweils eine Frühjahrs- und eine Herbstexkursion. Es waren demnach 74 Erlebnis- und Studienreisen mit viel Biergenuss zu kulturellen, städtebaulichen und landschaftlichen Highlights die in viele Regionen Europas führten. So waren wir neben vielen Regionen innerhalb Deutschlands u.a. in der Schweiz, Belgien, Luxemburg, Ungarn, Slowenien, Italien und auch mehrfach in

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Zámocký PivovarBratislavaSVK

Sonntag ist es, und wir sind früh aufgestanden, um etwas von der Stadt zu sehen. Bei bitterer Kälte, aber schönem Sonnenschein spazieren wir durch die Altstadt Bratislavas, und bevor wir das Wochenende ausklingen lassen, wollen wir zum Abschluss noch etwas essen gehen und ein leckeres Bier dazu trinken.

MiniaturSchlossbrauerei! schlägt Cortana vor, Zámocký Pivovar, und anstatt die Informationen genauer zu prüfen, laufen wir reflexartig los, dackeln Richtung Schlossberg. Und entdecken erst am Eingang des Restaurants den Hinweis, den wir auch vorher schon aus der Internetseite hätten entnehmen können: Sonntags geschlossen.

Tja, manchmal muss man auch verlieren und sich mit ein paar uninteressanten Zielfotos von außen zufrieden geben können.

Die Zámocký Pivovar ist täglich ab 11:00 Uhr durchgehend geöffnet; sonntags ist Ruhetag. Zu erreichen ist sie problemlos mit der Straßenbahn, die zwanzig Meter weiter hält, oder in wenigen Minuten zu Fuß aus der Altstadt heraus.

Bilder

Zámocký Pivovar
Zámocká 13
811 01 Bratislava
Slowakei

Fabrika – The Beer PubBratislavaSVK

Schon von weitem sieht man das hypermoderne Sudwerk silbrig-glänzen. Während wir noch an der Rückseite der Gärten des Präsidentenpalasts durch die Dunkelheit stolpern, den Schlaglöchern und hochstehenden Gehwegplatten versuchen, auszuweichen, ohne uns die Knöchel zu brechen, und zwischen den wild geparkten Autos Slalom laufen, weist uns ein hell leuchtendes Fenster den Weg.

Fabrika – The Beer PubŠichta, na ktorú sa budeš tešiť steht groß über dem hellen Fenster: Die Schicht, auf die Du Dich freust. Und in der Tat, auch wir freuen uns, in die Fabrik zu gehen. Eisekalt war es heute Abend in Bratislava, und nach unserem Stadtspaziergang sind wir durchgefroren. Aber für einen kurzen Moment halten wir noch inne, staunen durch die großen Fensterscheiben. Silbriger Schein, auf Hochglanz poliert – wir sind fast geblendet von dem Sudwerk der Fabrika.

Angesichts des Namens Fabrika hätten wir jetzt eher ein nur leicht umgebautes Fabrikgebäude erwartet, einen tendenziell eher dunkel eingerichteten Club, etwas Underground-Atmosphäre, und insgeheim haben wir wohl auch befürchtet, dass man uns alte Säcke dort etwas merkwürdig beäugt hätte.

Aber weit gefehlt. Es ist zwar ein altes Fabrikgebäude, aber hier hat ein Investor richtig Geld in die Hand genommen und es in einen modernen Hotel- und Restaurationsbetrieb umgewandelt. Ein Loft-Hotel in den oberen Stockwerken und im linken Flügel, und ein großes Brauerei-Restaurant rechter Hand. Wir gehen durch die große Glasfront und betreten den riesigen Schankraum. Na klar, man hat die Fabrik-Anmutung schon gelassen. Unverputzte Ziegelwände, fast schwarzer Klinker, dünn gekalkt, so dass sich eine farblich neutrale Struktur ergibt. An den Decken laufen die Installationen für Strom, Wasser, Lüftung unverkleidet entlang, sind gerade einmal mit dunkler Farbe überstrichen, um sich etwas dezenter in die sonst zu unruhige Struktur einzufügen.

MiniaturUnd am Ende des Raums, an den Fenstern zur Straße hin, die kleine Brauerei. ZiP-Technologies, eine kleine Firma aus Ungarn hat hier ein echtes Meisterstück abgeliefert. Ich kann nicht beurteilen, ob die Konstruktion zweckmäßig ist, aber optisch ist sie beeindruckend. Links die Pfannen und Kessel und die zentrale Steuerung, rechts ein halbes Dutzend stehende und liegende Gär- und Lagertanks. Alles blitzblank poliert, alles vom gleißenden Licht der Scheinwerfer in Szene gesetzt. Und von einer Glaswand geschützt – auf dass nur ja kein Besucher auf die Idee käme, hier Fingerabdrücke auf dem polierten Metall zu hinterlassen. Ich kann mich gar nicht sattsehen.

Der große Raum ist schon recht voll, und viele Tische sind reserviert, so dass wir nur am gegenüberliegenden Ende des Saals einen Platz finden. Panoramablick, aber keine Detail-Eindrücke vom Sudwerk.

Wir werfen einen Blick in die Karte. Fünf Fabrika-Biere werden angepriesen, das sollte zu schaffen sein. Dazu rustikale Brauhausküche, sehr lecker. Wir werfen einen Blick auf die Teller, die gerade an uns vorbeigetragen werden. Sieht richtig gut aus. Aber wir haben bereits gegessen, sind nicht wirklich hungrig. Schade. Bleiben wir also beim Bier.

Den Auftakt macht das zwölfgrädige Lager. Hell, leicht trüb, überraschenderweise ohne die Diacetylnote, die hier in der Region eigentlich jedes Bier begleitet. Stattdessen ein sauberer, glatter Geschmack. Ein geschmeidiges Allerweltsbier für den schnellen Durst. Es folgt das ebenfalls zwölfgrädige Weizen. Schöne Gewürznelkenaromen, ein Hauch von Kümmel, allerdings dann ein wässriger Antrunk und auf der Zunge ein kartonartiger Geschmack, als wäre das Bier stark oxidiert. Nee, das ist nix. Da haben wir schon bessere, rundere, vollmundigere Weizenbiere gehabt. Enttäuschend.

Das Dark Lager, 13° Stammwürze, sollte ja eigentlich ein bisschen kräftiger schmecken. Tut’s aber nicht. Überraschend wässrig in der Konsistenz, dazu ein etwas unangenehmer Röstgeschmack, irgendwie etwas ranzig. Klingt schlimmer als es ist, eine Offenbarung ist das Bier aber trotzdem nicht.

Mit dem sechzehngrädigen Stout wird es langsam besser. Allein schon, wie es aussieht. Lustig perlen die winzigen Kohlensäure-Bläschen nach oben, aus dem milchig wirkenden Getränk wird nach und nach ein tiefschwarzes Bier. Vollmundig und samtig auf der Zunge, einzig das Röstaroma könnte noch einen ordentlichen Schlag kräftiger sein.

Und schließlich das American Pale Ale. „Now we are talking business“, würden die ätzenden Managertypen sagen, mit denen ich mich beruflich oft rumschlagen muss. Dummschwätzer, die weder wirklich wissen, was sie mir und meinem Arbeitgeber für ein Produkt andrehen wollen, noch wie sie es denn sprachlich angemessen anpreisen würden. Blöd also, dass mir diese dumme Wortwahl gerade jetzt durch den Kopf schießt. Also, stattdessen vielleicht: Na endlich, das ist doch ein ordentliches Bier! Ja, klingt besser. Ein schön aromatisch gehopftes Bier, nicht zu bitter, mit einem soliden Malzkörper, einer ansprechenden orangenen Farbe. Fein. Vierzehn Grad Stammwürze, noch nicht zu stark – davon könnte man durchaus ein paar mehr Gläser trinken.

Die Bedienungen hier in der Fabrika sind, Männer wie Frauen, durchweg sehr aufmerksam und freundlich, der Service blitzschnell. Auf den Tischen stehen große Gläser mit Erdnüssen zum Pulen und Knabbern. Eine nette Aufmerksamkeit, die nicht viel kostet, aber einen guten Eindruck hinterlässt.

Insgesamt also, obwohl an der Qualität der Biere noch ein wenig gearbeitet werden muss, ein lohnender Besuch.

Fabrika – The Beer Pub ist täglich ab 11:30 Uhr durchgehend geöffnet; kein Ruhetag. Das dazugehörige Loft-Hotel bietet modern eingerichtete, angemessen bepreiste Zimmer an, wenn man vom Bier zu viel erwischt hat. Zu erreichen ist die Brauerei problemlos mit öffentlichen Verkehrsmitteln; die Bushaltestelle am Hodžovo Platz am Präsidentenpalast ist gerade zwei Minuten zu Fuß entfernt.

Bilder

Fabrika – The Beer Pub
Štefániková 4
811 05 Bratislava
Slowakei

Starosloviensky PivovarBratislavaSVK

„Eine der am wenigsten bekannten Hauptstädte Europas…“, faselt der Dumont-Reiseführer in meiner Hand, während wir durch das Altstadtstraßengewirr Bratislavas laufen. Was für ein dummes Zeug. Da kämen mir andere Städte in den Sinn. Das montenegrinische Podgorica, vielleicht, oder gar Chișinău, die Hauptstadt Moldawiens – da ist nämlich nicht nur die Hauptstadt unbekannt, sondern die wenigsten Menschen wissen überhaupt, dass es das Land gibt, und würden es, wenn sie es denn kennen würden, irgendwo auf der Welt, aber mit Sicherheit nicht in Europa verorten.

Nein, unbekannt ist Bratislava eigentlich nicht – liegt es doch wunderbar, direkt an der Donau, zwischen Wien und Budapest.

Viel schlimmer ist, dass die Adresse der Starosloviensky Pivovar unbekannt zu sein scheint. Zumindest allen Menschen, die wir bisher gefragt haben. In der Altstadt liegt sie, am Nordrand, aber wo genau? Irgendwie habe ich den Punkt im Navi falsch gesetzt…

Nach noch zweimaligem Abbiegen und einer kleinen Schleife stehen wir aber doch endlich davor. Eine schmale Straße nur, die Vysoká, und außer der kleinen Brauerei gibt’s hier nichts Sehenswertes. Kein Wunder, dass jeder nur ratlos mit den Achseln zuckte.

Es ist bitterkalt, und trotzdem ist der kleine Biergarten in der ehemaligen Einfahrt des kleinen Gebäudes gemütlich hergerichtet und hell erleuchtet. Aber heute dient er wohl Reklamezwecken und soll eher zufällig vorbeikommende Passanten anlocken, als dass er größere Menschenmengen beherbergen wird. Und auch wir nehmen lieber den kleinen Eingang rechts davon und verziehen uns in die kuschelig warme Gaststube.

Noch sind kaum Gäste da, aber das wird sich in den nächsten Minuten rasch ändern. Die Einrichtung ist einfach, schlicht, aber nicht ungemütlich. Kein überladen wirkender Kitsch, keine barock-artig überladene Dekoration, sondern einfache Holzbänke. Hierher kommt man, um sich beim Bier zusammen zu setzen und miteinander Spaß zu haben. Zu reden, zu lachen, zu diskutieren.

MiniaturZum Beispiel darüber, welches Bier man zuerst trinken möchte. Eine grüne Schultafel listet die Optionen auf. Fünf Biere sehe ich auf den ersten Blick, muss mich aber rasch korrigieren. Vier Biere sind’s, und eine Zeile listet stattdessen Radler auf, die man sich mit unterschiedlichen Geschmacksrichtungen zapfen lassen kann. Also vier. Da ist dann die Diskussion recht einfach – vier Biere kann man schaffen, da geht es nicht um die Auswahl, sondern um die Reihenfolge.

Das Pressburg Tmavý geht zuerst an den Start – ein einfaches, unfiltriertes Dunkles mit 12°. Ein bisschen dünn schmeckt es, ein wenig nach Färbebier, wenig Röstaroma. Nicht wirklich schlecht, aber auch nichts Dolles. Ein Bier, um es so nebenbei zu trinken, ihm wenig Achtung zu schenken. Nur wenig besser das Pressburg Polotmavy, das Halbdunkle mit 11°. Etwas dünner noch, etwas für den schnellen Durst an heißen Sommertagen. Nicht ganz passend zum klirrenden Frost draußen.

Wir machen weiter mit dem IPA. 14° Stammwürze verspricht die Kreidetafel, das ist für ein IPA nicht wirklich viel. Naja, und bei der Hopfung wurde offensichtlich ebenso gespart wie an der Stammwürze. Dünn, nichtssagend, wässrig. Als Alltags-Helles mag das Bier durchgehen, aber als IPA hat es seinen Beruf verfehlt.

Lange Gesichter.

Es bleibt die Hoffnung auf das letzte noch nicht verkostete Bier, das Pressburg Smrek. Angepriesen ebenfalls als unfiltriertes Bier mit 11° Stammwürze. Aber was zum Teufel heißt Smrek? Ein kurzer Blick ins Smartphone – Fichte. Aha, ein Bier mit Fichtentrieben. Wir sind gespannt. Der erste Schluck – ja, man merkt einen Hauch von terpenartigen Aromen. Ganz dezent. Ein interessantes Bier, vielleicht ein bisschen zu zurückhaltend mit den Fichtentrieben versetzt, ein kleines bisschen mehr wäre recht gewesen. Aber immerhin – nach den doch eher enttäuschenden ersten drei Bieren ein kleiner Lichtblick.

Die freundliche, junge Kellnerin blickt uns erwartungsvoll mit ihren blaugrün leuchtenden Augen an: Ob wir wohl noch etwas mögen?

Nein, für heute ist es genug. Wir bringen es nicht übers Herz, ihr zu sagen, dass die Biere nicht so doll waren, loben stattdessen ihre Freundlichkeit und die Gemütlichkeit der kleinen Brauerei.

Was wir heute nicht zu sehen bekommen haben, war das kleine Sudwerk. Angeblich wird hier auf einer winzigen Anlage gebraut, aber konnte oder wollte die junge Dame uns nicht verstehen, als wir nach ihr gefragt haben? Wir wissen es nicht und trollen uns somit, ohne die eigentliche Brauerei gesehen zu haben…

Die Starosloviensky Pivovar ist täglich ab 15:00 Uhr durchgehend geöffnet; freitags, sonnabends und sonntags schon ab 14:00 Uhr. Sie ist eigentlich gar nicht so schwierig zu erreichen, von der Straßenbahnhaltestelle Vysoká / Obchodná sind es gerade mal zwei Minuten zu Fuß.

Bilder

Starosloviensky Pivovar
Vysoká 15
811 08 Bratislava
Slowakei

Dunajský PivovarBratislavaSVK

Browar Lwówek, Lwówek Śląski, POL

„Nein, wir machen keine Kreuzfahrt auf der Aida,“ muss ich beschwichtigen, „Es tut mir leid, so groß ist die Überraschung jetzt doch nicht. Das hätten wir doch gemeinsam planen müssen, das geht nicht einfach mal so, spontan!“ Ein bisschen Enttäuschung ist meiner geliebten Ehefrau anzumerken, ob des Missverständnisses, und ich muss zugeben, vielleicht habe ich doch etwas mehrdeutig von einer Brauerei an Bord eines Schiffes gesprochen.

Also, keine Kreuzfahrt auf einem der neuen Aida-Schiffe mit gläserner Bordbrauerei, sondern nur ein schöner Ausflug nach Bratislava, auf das fest verankerte Restaurant-, Hotel- und eben auch Brauerei-Schiff Dunajský Pivovar.

MiniaturAm Südufer der Donau, im Stadtteil Petržalka, genau zwischen den beiden Brücken Stary Most und Most Slovenského Národného Povstania liegt die 2014 erst eröffnete Dunajský Pivovar. Ein kleiner Spaziergang durch den eisigen Wind, aber in schöner Nachmittagssonne führt uns am Wasser entlang bis zur Brauerei. Die Gangway lenkt uns direkt auf das mittlere Deck, und als wir die Eingangstür öffnen, stehen wir unmittelbar vor dem kleinen Sudwerk. Hier entsteht unser Bier, heißt es angeschrieben, und darunter sind die exakten Koordinaten der kleinen Brauerei angegeben.

Wir wenden uns nach links, und sehen hinter der kleinen Theke sechs silbrig glänzende Lagertanks, und auf beiden Seiten die Tische des Restaurantbereichs. Wir können es uns aussuchen – entweder im wärmenden Sonnenschein mit Blick auf das etwas langweilige Ufer, oder auf der Schattenseite, mit Blick auf die Altstadt. Noch etwas durchgefroren entscheiden wir uns für die warmen Sonnenstrahlen, und stellen fest, dass die Scheiben auf beiden Seiten des Schiffes so groß sind, dass wir trotzdem etwas von der Silhouette der Altstadt sehen können.

Na also, beste Aussichten. Lagertanks mit frischem Bier, direkt dahinter die Donauwellen, und dahinter das mittlerweile schon recht ansprechend renovierte Bratislava.

Ähnlich gut die Aussichten auf die Nachbartische. Das Essen sieht richtig lecker aus, und auch die frisch gefüllten Bierkrüge machen Appetit. Also, auf geht’s, wir machen uns über die Speisekarte her, beginnen, die slowakischen Gerichte Wort für Wort zu entziffern. Freundlich lächelnd schiebt uns der Ober eine zweisprachig deutsch-englische Karte zu: „I can see that you have trouble with our language!“ Na, prima, so geht es schon viel besser. Schade nur, dass ausschließlich die Speisen- und Getränkeliste übersetzt worden ist, die langen und interessanten Texte über die Brauerei und das Bier muss ich mir trotzdem Wort für Wort langsam erarbeiten.

Na, los, ein Helles zum Auftakt, und dazu als Vorspeise Haxenfleisch in Gelatine.

Hm, das Fleisch ist lecker. Prima gewürzt, ganz zart, und für eine Vorspeise eine gewaltige Portion. Aber ach, das Bier dazu ist leider enttäuschend. Nicht nur eine dezente, buttrige Note, wie sie hier in der Region bei hellen Bieren üblich und beliebt ist, sondern eine gewaltige, fettig wirkende Diacetylwolke hüllt das Bier ein, macht es leider nicht gerade zu einem erfrischenden Genuss. Oh, Mann, schade!

Aber wir hoffen auf den zweiten Gang und das zweite Bier. Meine Frau wählt eine gebackene Forelle, und ich eine Portion Rippchen in Malzextrakt. Dazu das dunkle Bier.

Erneut die gleiche Situation: Das Essen schmeckt hervorragend. Die Forelle wunderbar zart und aromatisch; die Rippchen süßlich und scharf; die eingelegten Paprika dazu ebenfalls süßlich-fruchtig und mit einer hinterhältigen, aromatischen Schärfe, die so richtig Bierdurst macht. Aber das Bier…

Das Bier…

Erneut eine viel zu intensive Diacetylnote, und dazu eine merkwürdige Malznote, die schon sehr an Färbebier erinnert. Keine Spur von frischen, röstigen Dunkelmalzaromen, sondern leider eine unattraktive Dumpfheit. Nicht ganz so schlecht wie das Helle, aber dennoch weit weg von einem guten Bier.

Ich möchte mich noch nicht geschlagen geben und erkundige mich beim Kellner nach den in der Speisekarte angepriesenen sonstigen Bieren, werde aber enttäuscht. Zur Zeit sei keine Saison, und damit das Bier nicht alt werde, würde man nur zwei Sorten vorhalten. Im Sommer gerne wieder, dann sei die Auswahl wieder größer!

Wirklich traurig bin ich nicht – allzu groß war die Hoffnung nicht, dass nun ausgerechnet eines der Spezialbiere so lecker sein würde, dass es den Eindruck noch einmal völlig ändern würde.

Insofern bleibt es bei unserem Fazit: Eine sehr originelle Lokation an Bord eines gemütlich eingerichteten, sehr ansprechenden Restaurantschiffs. Ausgezeichnetes Essen, ein sehr freundlicher Service, nicht zu teuer und mit einem schönen Blick auf die Donau. Aber das Bier taugt nichts – wegen dem braucht man nicht hierher zu kommen.

Eigentlich ja ein, so leid es mir tut, Armutszeugnis für eine Brauerei…

Die Dunajský Pivovar ist täglich ab 11:00 Uhr durchgehend geöffnet; kein Ruhetag. Zu erreichen ist sie zu Fuß über die Donaubrücken oder per Auto – Parkplätze gibt es mehr oder weniger direkt davor. Wer zu viel vom Bier getrunken hat, kann direkt an Bord übernachten; es komfortable und modern eingerichtete Hotelzimmer direkt auf dem Schiff.

Bilder

Dunajský Pivovar
Tyršovo Nábrežie
OT Petržalka
851 01 Bratislava
Slowakei